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Der Mythos der stärksten Klasse

Der Mythos der stärksten Klasse

14m 50s

Viola Neu hinterfragt den fortbestehenden Mythos von der politischen Schlüsselrolle der klassischen Arbeiterschaft. Obwohl diese Gruppe gesellschaftlich und statistisch seit Jahrzehnten kleiner geworden ist, wird ihr Wahlverhalten weiterhin oft als besonders richtungsweisend interpretiert. Ihre Analyse zeigt jedoch, dass heute weniger alte Klassenkategorien als vielmehr Unterschiede bei Bildung und sozialer Lage die entscheidenden politischen Konfliktlinien prägen.

SPD ohne Arbeiter

SPD ohne Arbeiter

19m 6s

Norbert Seitz zeichnet den langen Verlustprozess der SPD als klassische Arbeiterpartei nach – von der historischen Integrationskraft der Brandt- und Schröder-Jahre bis zum heutigen massiven Einbruch in ihrem einstigen Kernmilieu. Besonders die starke Bindung vieler Arbeitnehmer an die AfD macht für ihn sichtbar, wie tief die sozialdemokratische Verankerung erodiert ist. Sein Befund ist grundsätzlicher: Die SPD ringt nicht nur um verlorene Wähler, sondern um ihren politischen Daseinszweck zwischen Sozialstaatsverteidigung, Reformanspruch und dem Anspruch, weiterhin Fortschrittspartei zu sein.

„Ein Vorbild für mich“

„Ein Vorbild für mich“

10m 42s

Im Nachruf von Karin Prien wird Rita Süssmuth als prägende Gestalt der deutschen Frauen-, Familien- und Demokratiepolitik gewürdigt. Der Text zeigt, wie ihr Einsatz für Gleichstellung, Parität und gesellschaftlichen Zusammenhalt bis heute nachwirkt. Persönliche Erinnerungen verbinden sich mit einem politischen Vermächtnis, das weit über ihre Zeit hinausreicht. So entsteht das eindrucksvolle Porträt einer Frau, die Vorbild, Brückenbauerin und bleibende Stimme der Demokratie war.

„Mehr Bock auf Arbeit“

„Mehr Bock auf Arbeit“

14m 15s

Steffen Kampeter beschreibt Arbeit als gemeinsamen Kern von Wohlstand, sozialer Sicherheit und wirtschaftlicher Zukunft. Sein Beitrag betont, dass Unternehmer und Beschäftigte keine Gegensätze seien, sondern gleichermaßen auf stabile Unternehmen, sichere Arbeitsplätze und steigende Produktivität angewiesen bleiben. Zugleich warnt er vor hohen Sozialabgaben, wachsender Bürokratie und einem aus seiner Sicht überdehnten Sozialstaat, die Arbeit verteuern und Investitionen erschweren. Seine zentrale Botschaft lautet: Deutschlands wirtschaftliche Stärke braucht wieder mehr Leistungsanreize, weniger Belastungen auf Arbeit und bessere Rahmenbedingungen für Innovation und Beschäftigung.

Die Brücke heißt Vertrauen

Die Brücke heißt Vertrauen

12m 50s

Antoinette Weibel erläutert, wie Vertrauen in Betrieben entsteht und warum Unternehmen heute entscheidend dafür sind, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Sie zeigt, dass faire Führung, klare Regeln, materielle Sicherheit und echte Entscheidungsspielräume soziales Kapital fördern, während Kontrolle und Konkurrenz es eher zerstören. Der Betrieb wird damit zu einem zentralen Ort, an dem Vertrauen täglich gelernt oder verlernt wird. Ein wichtiger Impuls dafür, wie Arbeit weit über wirtschaftliche Leistung hinaus Gesellschaft prägt.

„Wut-Bürger“ und „Groll-Arbeiter“?

„Wut-Bürger“ und „Groll-Arbeiter“?

17m 11s

Elke Hannack beschreibt, wie tief wirtschaftliche Unsicherheit und das Gefühl politischer Ohnmacht derzeit in die Arbeiterschaft hineinwirken. Sie zeigt, dass daraus nicht nur soziale Verunsicherung entsteht, sondern auch ein gefährlicher Resonanzraum für autoritäre und rechtspopulistische Kräfte. Entscheidend seien deshalb sichere Beschäftigung, funktionierende Mitbestimmung und die konkrete Erfahrung demokratischer Teilhabe im Betrieb. Der Beitrag macht deutlich, dass soziale Sicherheit und starke Betriebsräte weit mehr sind als arbeitsmarktpolitische Instrumente: Sie stärken Vertrauen, Zusammenhalt und die Demokratie selbst.

Bürgerlichkeit ohne Klassenschranken

Bürgerlichkeit ohne Klassenschranken

12m 52s

Jens Hacke erläutert, wie sich Bürgerlichkeit in der freiheitlichen Gesellschaft längst von starren Klassenschranken gelöst hat. Im Zentrum steht die Frage, wie Demokratie soziale Ungleichheit ausgleichen, politische Teilhabe sichern und Aufstiegschancen für alle offenhalten kann. Der Beitrag zeigt, dass nicht soziale Herkunft, sondern Chancengerechtigkeit, Menschenwürde und gleichberechtigte Bürgerrechte das Fundament moderner Bürgerlichkeit bilden. So entsteht ein wichtiger Impuls dafür, Demokratie als gemeinsames Versprechen auf Teilhabe und soziale Integration neu zu denken.

Der blinde Fleck der Demokratie

Der blinde Fleck der Demokratie

13m 16s

Hans Rusinek beschreibt die Arbeitswelt als einen zentralen Erfahrungsraum für Demokratie. Wer im Berufsalltag vor allem Kontrolle, Ohnmacht und fehlende Mitsprache erlebt, verliert leichter auch das Vertrauen in demokratische Verfahren und politische Institutionen. Seine zugespitzte These lautet deshalb: Die Stabilität der Demokratie entscheidet sich nicht nur in Parlamenten oder auf Demonstrationen, sondern ebenso dort, wo Menschen den größten Teil ihres Alltags verbringen: bei der Arbeit.

Die Zentrumspartei, die CDU und die Arbeiter

Die Zentrumspartei, die CDU und die Arbeiter

19m 12s

Christopher Beckmann und Markus Lingen zeichnen die Entwicklung von der christlichen Arbeiterbewegung über das Zentrum bis zur CDA in der CDU nach. Sie zeigen, wie soziale Fragen, Mitbestimmung und Arbeitnehmerinteressen die Politik der Union nachhaltig geprägt haben. Historische Konflikte, wichtige Reformen und prägende Persönlichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt. Zugleich wird die anhaltende Bedeutung christlich-sozialer Politik für die Arbeitswelt von morgen sichtbar.

Reizthema Sozialstaatsreform

Reizthema Sozialstaatsreform

14m 21s

Heike Göbel zeigt, warum eine Reform des Sozialstaats angesichts des demografischen Wandels und steigender Abgaben nicht länger aufgeschoben werden kann. Im Zentrum stehen die finanziellen Grenzen von Rente, Pflege und Sozialversicherung sowie die politische Pflicht zu klaren Entscheidungen. Der Beitrag skizziert konkrete Bausteine für eine tragfähige Alterssicherungsreform zwischen längerer Lebensarbeitszeit und stärkerer Vorsorge. Ein pointierter Debattenbeitrag darüber, warum mutige Reformen jetzt unausweichlich sind.