Trumps Zölle
Shownotes
Samina Sultan untersucht die Folgen der US-Zollpolitik unter Donald Trump für Handel, Inflation und die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. Im Fokus stehen Handelskonflikte, deutsche Exporte, US-Importzölle und die Auswirkungen auf die internationale Wirtschaft.
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00:00:00: Trumps Zölle, Auswirkungen auf die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen.
00:00:06: Ein Bericht von Samina Sultan.
00:00:11: Zöllen dürften für die meisten in Deutschland bis zum Jahr twenty-fünfundzwanzig ein eher abstrakter Begriff gewesen sein mit wenigen Berührungspunkten zum täglichen Leben.
00:00:22: Seit der Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump beherrschte Begriff jedoch die Schlagzeilen.
00:00:29: Immer wieder hat Trump betont, dass Tariffs für ihn das schönste Wort im Wörterbuch sei.
00:00:35: Während in Trumps erster Amtszeit Zölle noch gezielt auf einzelne Sektoren oder spezifisch gegen China gerichtet waren, hat die Zollpolitik in seiner zweiten Amts-Zeit eine historisch ungekannte Dimension erreicht – da sie sowohl flächendeckende Universalzölle als auch länderspezifische Strafzöle umfasst!
00:00:58: Der derzeitige durchschnittliche, effektive US-Importzollsatz liegt auf dem Niveau der µ Jahr Jail Budget Lab.
00:01:10: Die Lage wird dadurch verkompliziert dass die US Regierung unterschiedliche Teilskornträreziele mit ihren Importzöllen verfolgt.
00:01:19: So sollen die Zölle dazu beitragen das wahren Handelsdefizit der USA zu senken.
00:01:25: Dies lag im Jahr year two-thausend-vierundzwanzig bei rund ein tausend zweihundert Milliarden US-Dollar, United States Census Bureau.
00:01:37: Zudem sollen hohe Zollschranken die industrielle Basis der USA stärken.
00:01:42: Dabei geht Trump davon aus das ausländische Unternehmen durch seine Zollpolitik einen stärkeren Anreiz erhalten direkt in den USA zu investieren und dort zu produzieren.
00:01:55: Das Weiteren sollen hohe Zolleinnahmen generiert werden, um Steuererleichterungen an anderer Stelle zu finanzieren.
00:02:03: So wurden mit Trumps fiskalpolitischem Maßnahmenpaket dem Big Beautiful Bill einige bislang befristete Steuervergünstigungen dauerhaft festgeschrieben.
00:02:14: andere etwa für Trinkgelder wurden neu eingeführt Widersprüche und Grenzen.
00:02:22: Es stellt sich daher die Frage inwieweit Zölle geeignet sind, um diese Ziele zu erreichen.
00:02:29: Beim Abbau des Handelsdefizits – also mehr importieren als exportieren – helfen Sie nur bedingt.
00:02:37: Denn ein Handelsdefizit ist das Ergebnis eines gesamtwirtschaftlichen Prozesses und sollte niemals isoliert betrachtet werden.
00:02:45: Vor allem aber ist es saldenmechanisch nur eine Seite der Medaille.
00:02:51: Die Kehrseite ist ein Kapitalüberschuss.
00:02:54: Es fließt mehr Kapital in ein Land hinein als hinaus.
00:02:58: Ein Land nimmt damit im Prinzip einen Kredit im Ausland auf, um mehr von dort zu kaufen als dorthin zu verkaufen.
00:03:07: Das ist ein Zeichen für die Attraktivität eines Landes für Investoren.
00:03:12: Sollte es der US-Regierung also wirklich gelingen das Handelsdefizit nennenswert zu senken müsste sie auch den Kapitalüberschuss abbauen.
00:03:21: Dies steht allerdings im Widerspruch zu dem Ziel, ausländische Investitionen in die US-Industrie zu steigern.
00:03:30: Deutliche Widersprüche zeigen sich auch im Blick auf das dritte Ziel.
00:03:35: Sollen nennenswerte Zolleinnahmen generiert werden?
00:03:38: Muss weiterhin in einem signifikanten Umfang importiert werden – was jedoch erschwert werden soll!
00:03:46: Zudem führt das Urteil des US-Supreme Court von Februar, dass Zölle die auf Basis eines Notstandsgesetzes International Emergency Economic Powers Act, IEPA gezahlt wurden ihre Legitimität verloren haben und rückerstattet werden müssen.
00:04:07: Somit stehen diese Zolleinnahmen zur Kompensation von Steuererleichterungen nicht zur Verfügung.
00:04:14: Das Urteil des Supreme Court stellt Trumps Zollpolitik sogar grundsätzlich in Frage, denn das Notstandsgesetz hatte es ihm ermöglicht relativ schnell und willkürlich Zölle zu verhängen.
00:04:27: Die Glaubwürdigkeit radikaler Zolldrohungen ist mit dem Urteil zumindest beschädigt.
00:04:34: Widersprüche und Grenzen der Zoll-Politik Trump sind also unübersehbar!
00:04:39: Auch das Kalkül Der US-amerikanischen Zollpolitik mit Blick auf die Warenhandelsbilanz ging nicht auf.
00:04:47: Das Defizit der USA beim Warenhande stieg im Jahr twenty-fünfundzwanzig auf rund ein tausend zweihundert und dreißig Milliarden US-Dollar, das ist eine Steigerung um fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
00:05:03: Damit verzeichneten die USA trotz der Zölle einen Höchstwert bei den Importen.
00:05:08: verändert hat sich allerdings die Herkunft der importierten Waren.
00:05:12: So hat sich der Anteil Taiwans an den gesamten US-Importen, um über zwei Prozentpunkte auf fast sechs Prozent erhöht – auch die relativen Importanteile Vietnams und Indiens sind gestiegen!
00:05:28: Die deutschen und kanadischen Importe sind hingegen leicht gesunken.
00:05:32: Am stärksten ist der Importanteil Chinas zurückgegangen um fast vier Komma fünf Prozentpunkte auf neun Komma Vier Prozent.
00:05:40: Das verdeutlicht, die Importzölle haben nicht das globale US-Warenhandelsdefizit gesenkt aber die relativen Handelsbeziehung der USA verändert – die Importe der USA sind also trotz der Zölle nicht zurückgegangen.
00:05:56: Konnten dadurch wenigstens die erhofften Zolleinnahmen generiert werden?
00:06:01: Zwar nahm der US-Staat mit rund onehundertfünfundneinzig Milliarden USD deutlich mehr durch Zölle ein als in den Vorjahren, US-Facts.
00:06:11: Das machen aber nur drei Kommissiven Prozent der gesamten Staatseinnahmen aus.
00:06:17: Die Zolleinkünfte sind somit bei einer Neuverschuldung von rund eineinhalb Millionen USD nur einen Tropfen auf den heißen Stein.
00:06:27: Sie können die Steuereinnahme durch die Einkommens und Unternehmenssteuer nicht ersetzen – zudem Durch das Urteil des Supreme Court zu den Notstandszöllen müssen rund sechzig Prozent der im vergangenen Jahr erhobenen Zölle rückerstattet werden, CATO-Institut.
00:06:49: Im Port.
00:06:50: abhängigkeiten der USA von der Europäischen Union und China.
00:06:54: Die Tatsache dass die europäische Union relativ gesehen Im vergangenen Jahr immer noch der wichtigste amerikanische Importpartner war, zeigt das die Vereinigten Staaten in vielerlei Hinsicht abhängig vom Handel mit der Europäischen Union sind.
00:07:10: Eine detaillierte Analyse der Importabhängigkeit der USA von der Europäischen Union ergibt, dass die U.S.A.
00:07:17: im Jahr vu Jahr zwundzwanzig bei rund drei Tausend Einhundert Waren mit einem Importwert von rund zweihundertneunzig Milliarden US-Dollar mindestens fünfzig Prozent ihrer Importe von dort bezogen haben – Sultan Mattes, zweitausendfünfundzwanzich.
00:07:35: Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahr zweitausendzehn und auch höher als die US-Importabhängigkeit von China.
00:07:44: Potenzielle strategische US-Importabhängigkeiten können bei immerhin rund einhundertundachzig Waren ausgemacht werden.
00:07:52: Das ist ein wichtiges Ergebnis, um seitens der Europäischen Union in Zollverhandlungen Druck auf die USA ausüben zu können!
00:08:01: Weitere Studien zeigen zudem, dass die US-Wirtschaft, die Zolllast vor allem selbst trägt und damit nicht das Ausland.
00:08:10: Siehe Hinz, ... ... jenach Betrachtungszeitraum trugen US-Käufer zwischen ... wie sehr die Zölle die US-Inflation anheizen.
00:08:33: So lag die Teuerungsrate im Mai, in dem Jahr ist es ca.
00:08:52: Die Unzufriedenheit der Wähler mit hohen Preisen ist in den anstehenden Midterm-Wahlen im November, ein herausragendes Thema.
00:09:01: Zumal die Senkung der Lebenshaltungskosten zu den zentralen Wahlversprechen Trumps im Präsidentschaftswahl gehörte.
00:09:09: Die Zölle bergen somit zahlreiche Risiken für die US-Wirtschaft und wirken bremsend auf die Konjunktur.
00:09:17: Trotz des anhaltenden KI-Booms wurden die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten zuletzt nach unten korrigiert.
00:09:26: Exporteinbruch für die deutsche Wirtschaft.
00:09:30: Am Unmittelbarsten trifft die US-Zollpolitik Deutschland bei seinen Exporten in den Vereinigten staaten.
00:09:37: Entsprechend stark gingen die deutschen Ausfohren in die USA seit dem Amtsantritt von Trump zurück.
00:09:44: Da die USA seit twenty-fünfzehn das wichtigste Empfängerland deutscher Waren sind, ist dies besonders schmerzhaft für die ohnehin schwächelnde deutsche Wirtschaft.
00:09:55: Im Zeitraum zwischen zwei tausend neun zehn und zweitausend vierundzwanzig sind die deutschen Exporte dorthin jährlich durchschnittlich um über sechs Prozent gewachsen.
00:10:04: Im Jahr zweitausend fünfund zwanzig brachen sie gegenüber dem Vorjahr fast neun Prozent ein.
00:10:11: In einzelnen Branchen gingen die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten noch erheblich stärker zurück.
00:10:18: Siehe dazu auch Sultan-Zweitausen-Fünfundzwanzig.
00:10:21: So sanken etwa die Ausfohren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, in den USA-Zwei-Tausend-Fünfzwanzige im Vorjahresvergleich um fast neunzehn Prozent!
00:10:32: Beim Maschinenbau waren es mehr als sechs Prozent und bei den chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen nahmen die Exporte in die USA um fast fünfzehn Prozent ab.
00:10:43: Vor dem Hintergrund der angekündigten, vollstrecken US-Zollsätze für die Europäische Union von fünfzehnt Prozent für die meisten Waren erscheint dieser Einbruch zunächst nachvollziehbar.
00:10:55: Betrachtet man jedoch den effektiv bezahlten Zollsatz lag dieser für US-Importe aus der Europäischen Union vom sogenannten Liberation Day im April, twenty-fünfundzwanzig bis Februar, zwei tausend sechund zwanzig lediglich bei sieben Komma acht Prozent und damit deutlich niedriger als die damals angekündigten Zollsätze.
00:11:18: Sollte ein Großroton die zweitausendsechsundzwanzige für deutsche Exporte in die USA lag der effektive Zoll Satz mit zehn Komma sechs Prozent etwa über diesem Durchschnitt.
00:11:30: Im selben Zeitraum war China hingegen mit einem deutlich höheren effektiven Zollsatz von nahezu siebenund dreißig Prozent konfrontiert, während er bei Japan – bei vierzehn Prozent und das Vereinigte Königreich – bei sechs Komma drei Prozent lag.
00:11:47: Im Gegensatz dazu wurden US-Importe aus Kanada und Mexiko effektiv lediglich mit drei Komma acht Prozent verzollt.
00:11:56: Noch problematischer als die Zölle selbst dürfte sich die große Unsicherheit rund um die US-Zollpolitik auswirken.
00:12:04: Teil zwar nicht klar, welche Zölle greifen wie diese zu berechnen sind und schlimmstenfalls drohten hohe Strafzahlungen.
00:12:13: Diese wirtschaftliche Unsicherkeit hemmt unternehmerische Entscheidungen – wie auch die Ergebnisse einer Sonderauswertung des AHK World Business Outlook für die USA nahelegen.
00:12:28: So waren die Investitionsabsichten der befragten deutschen Unternehmen im Frühjahr twenty-fünfundzwanzig nach dem Amtsantritt von Donald Trump erstmals seit Beginn der Erhebung, im Jahr zweitausendfünftzehn negativ mit Ausnahme des Einbruchs nach der Corona-Pandemie zweitausendzwanziger.
00:12:47: Zwar haben sich die Investationsabsichten in den Frühjahszeichen wieder verbessert – sie liegen aber weiterhin unter dem Durchschnitt der Vorjahre Zu Mindest.
00:12:59: mit Blick auf Deutschland wird die Absicht der US-Administration durch Zölle mehr Investitionen in den USA anzureizen, zumindest vorerst nicht aufgehen.
00:13:12: Gleichwohl gilt dass die USA in vielfältiger Hinsicht ein attraktiver Markt sind.
00:13:18: Sollten die Unsicherheiten beherrschbarer werden könnte die Investitionsneigung wieder zunehmen.
00:13:25: Die vollständigen Auswirkungen der veränderten US-Zollpolitik werden sich erst längerfristig zeigen.
00:13:32: Das betrifft etwa die Produktivität der USA oder strukturelle Veränderungen, bei denen internationalen Handelsbeziehung.
00:13:40: Die vollständigen Auswirkungen der veränderten US Zollpolitik wird sich erst langfristig sein.
00:13:46: Es betriffe etwa die Produktivität von den USA und strukturale Veränderung.
00:13:53: bei den internationalen Handelsbeziehungen.
00:13:56: Die Balance des ersten Jahres nach der Wiederwahl Donald Trumps fällt jedoch ernüchternd aus.
00:14:03: Die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehung wurden spürbar belastet, insbesondere durch den deutlichen Rückgang deutscher Exporte in die Vereinigten Staaten.
00:14:14: Zudem konnten zentrale Ziele der US-Regierung bislang nicht erreicht werden – im Gegenteil!
00:14:20: Das Handelsbilanzdefizit der USA stieg weiter und die Zölle befeuerten die Inflation.
00:14:27: Die erste Bilanz der US-Zollpolitik ist auf beiden Seiten des Atlantiks bitter.
00:14:50: von Christiane, von Albert.
00:14:53: Die politische Meinung – neutral geht gar nicht!
00:15:02: Ein Audio-Podcast der Konrad Adenauer Stiftung.