Dem Kalkül trotzen

Shownotes

Jakov Milatović argumentiert, dass kleine Staaten durch strategische Vision, EU-Beitritt und Kooperation internationalen Einfluss gewinnen können.

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00:00:00: dem Kalkyl Trotzen, Montenegro's Vision und Staatskunst von Jakov Milatovic.

00:00:08: Jahrhunderte lang funktionierte das Theater der internationalen Beziehungen nach einem einzigen weitgehend unangefochten Prinzip Ubi Major Minor Kezad.

00:00:18: wo der Stärkere ist weich der Schwächere.

00:00:21: Das Machtspiel war das beherrschende Muster.

00:00:24: Ressourcen, Territorium und militärische Macht bestimmten sowohl das Schicksal der Menschen als auch die Regeln denen sie sich unterwerfen mussten.

00:00:31: Denn die Fähigkeit zum Wohlstand ging mit der Fähigkeiten zur Herrschaft einher.

00:00:36: Doch muss ich diese Logik immer durchsetzen oder können schwächere Akteure die Umstände dennoch maßgeblich beeinflussen?

00:00:42: Ich glaube es ist möglich dass sich Macht in ihren vielen Formen zugunsten jener verschieben kann die weniger davon besitzen wenn Gewissheit auf Kreativität trifft.

00:00:51: Wenn Realpolitik in der Staatskunst einen Herausforderer findet, können kleine Staaten darauf hoffen Asymetrien zu nutzen und einen großen Einfluss auf die Welt und die von ihnen geknüpften Beziehungen ausüben.

00:01:03: Die Gründe dafür sind sowohl struktureller als auch verhaltensbezogene Natur.

00:01:08: Im Gegensatz zur Großmächten, die oftmals durch komplexe bürokratische Systeme und langsamer Entscheidungsprozesse belastet sind, können Kleine Staaten flexibler und pragmatischer agieren.

00:01:18: Ihre institutionellen Strukturen erlauben es ihnen, sich schneller an wechselnde politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen anzupassen.

00:01:27: Zudem zwangen historische Umstände kleine Staaten häufig dazu, Strategien zur Wahrung ihrer Souveränität gegen vermeintlich unbezwingbare Wiedrigkeiten zu entwickeln – ein eigener Platz auf der Landkarte!

00:01:40: Das Montenegrinische Volk bietet dafür vielleicht eines der eindrucksvollsten Beispiele in der Geschichte.

00:01:46: Jahrhunderte lang hielt es den osmanischen Eroberen Stand, in dem es sein bergiges Terror zu nutzen verstand und Guerillataktiken entwickelte, die die eigene militärische Unterlegenheit an einen entscheidenden strategischem Vorteil verwandelten.

00:01:59: Schlussendlich mündeten die jahrelangen Kämpfe in der internationale Anerkennung eines unabhängigen Munter Negro als siebenzwanzigster Staat auf dem Berliner Kongress, So sicherte sich Montenegro in einem Jahrhundert, das vom Kräfte-Gleichgewicht zwischen den europäischen Großmächten geprägt war, seinen eigenen Platz auf der Landkarte.

00:02:18: Das Verhalten von Staaten und Staatsmännern kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

00:02:23: Politischer Tatkraft und diplomatischer Schafsinn können oft mehr bewirken als die besten Waffen und selbst die schwierigsten Hürden überwinden.

00:02:31: Führung mit klarer Vision erweitert das Spektrum des Möglichen – und definiert Rolleneu!

00:02:36: Als Konrad Adenauer sein Amt als Bundeskanzler antrat, hatte er ein Land in Trümmern vor sich.

00:02:42: Doch was die Geschichte nach ihm wahrnahm war in Deutschland das auf die internationale Bühne zurückgekehrt war.

00:02:47: Genau dieses Verhalten, dass Adenau auszeichnete, trägt den wesentlichen Unterschied zwischen bloßer Regierungsführung und echter Führungsstärke.

00:02:56: Die letzten Jahre in Montenegro spiegelten ähnliche Bedingungen wieder – die eines Landes, das sich auf einen systemischen Wandel einlässt….

00:03:03: In solchen Fällen erfordert erfolgreiche Staatskunst, wie sie Adenauer bewiesen hat – zwei wesentliche Voraussetzungen.

00:03:10: Vision und Wissen.

00:03:12: Die Vision, wohin man gelangen will Und das Wissen, wie man dorthin gelangt.

00:03:17: Beides ist von entscheidender Bedeutung für die aktuelle Lage Montenegroes Das mit Blick auf seine Zukunft an einem entscheidenden Wendepunkt steht.

00:03:26: Die nationale Vision basiert auf Kooperation.

00:03:30: Unsere nationale Vision fußt auf drei konkreten Säulen Mit Liedschaft in der Europäischen Union NATO-Mitgliedschaft und guten nachbarlichen Beziehungen in der Balkanregion.

00:03:40: Ersten steht Montenegro als am weitesten fortgeschrittener Kandidat im Beitrittsprozess kurz davor, bis zum Jahr zwanzig das achtundzwanzigste Mitglied der Europäischen Union zu werden.

00:03:51: Das bietet ein für beide Seiten vorteilhaftes Szenario.

00:03:54: Montenegro tritt dem Kreis einiger der wohlhabendsten Gesellschaften der Welt bei, und die Europäische Union belebt den Erweiterungsprozess als eines ihrer wichtigsten Instrumente zur Machtprojektion in einer für ihr internationales Ansehen entscheidenden Zeit erneut.

00:04:08: Die Parallele zu Geschichte ist noch deutlicher.

00:04:11: Genau eineinundfünfzig Jahre nach dem Berliner Kongress wird Montenegros ebenso in die nächste Phase seines politischen Lebenseintretens wie es mehrere kleine europäische Staaten nach Erlangung der EU-Vollmitgliedschaft getan haben.

00:04:23: Ich habe kürzlich drei EU-Mitgliedstaaten besucht, Irland, Süpern und Estland, deren Beispiele zeigen was Montenegro werden kann.

00:04:31: Estland hat seine internationale Position durch Digitalisierung und innovationsorientierte Politik gestärkt während Irland durch die Gewinnung von Investitionen und die Integration in den europäischen Markt zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas wurde.

00:04:47: dass derzeit den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehat, konnte seine diplomatische Präsenz durch aktive Beteiligung an europäischen Angelegenheiten und Engagement in den EU-Institutionen weiter ausbauen.

00:04:58: Zweitens ist Montenegro seit Jahrzehnte ein verlässliches Mitglied der NATO – ein wichtiger Meilenstein in unserer modernen Staatsgeschichte.

00:05:06: Doch die Mitgliedschaft selbst war nie das eigentliche Ziel.

00:05:09: Was zählt ist das was nach dem Beitritt folgt?

00:05:12: Die Verantwortung, die ein Land zu übernehmen bereit ist!

00:05:15: die Beiträge, die es leistet und das Vertrauen, dass es bei seinen Verbündeten aufbaut.

00:05:21: Unser Ziel war es nie einfach nur der NATO beizutreten sondern zu beweisen, was wir verstehen, was kollektive Sicherheit wirklich bedeutet Verantwortung zu teilen unsere eigenen Kapazitäten zu stärken zur gemeinsamen Missionen beizudragen und als verlässlicher und glaubwürdiger Partner zu agieren.

00:05:39: Für Montenegro sind die Nato und die Europäische Union nicht zwei getrennte Wege sondern Elemente des selben strategischen Kurses Stabilität, demokratische Institutionen, Rechtsstaatlichkeit und verantwortungsvolles internationales Engagement.

00:05:53: Unsere Rolle in der NATO festigt unseren europäischen Weg – während der europäische Integrationsprozess die Institutionens- und Widerstandsfähigkeit im eigenen Land stärkt.

00:06:03: Gleichzeitig trägt ein Europäisch ausgerichtet das Montenegru zur Stabilität der gesamten westlichen Balkanregion bei.

00:06:10: Deshalb ist die Europäische Integration Montenegrus über seine Landesgrenzen hinaus von

00:06:14: Bedeutung.".

00:06:15: Schließlich ist die Ausübung einer Vorbildfunktion auf die westliche Balkanregion ein wesentlicher Bestandteil der Vision Montenegro.

00:06:22: In einer Region, die historisch gesehen anfällig für Demokratie-Rückschritte ist, hat sich Montenego als Richtungsgeber etabliert, da wir bei den wichtigsten globalen Indizes bei politischen Rechten und bürgerlichen Freiheiten durchweg den ersten Platz einnehmen.

00:06:36: Durch die aktive Teilnahme am Berliner Prozess – die Mitgliedschaft im Mitteleuropäischen Freihandelsabkommen Und die Unterstützung des gemeinsamen Regionalmarktes trägt Montenegro zur regionalen Zusammenarbeit bei.

00:06:49: Internationale Präsenz und internere Formen.

00:06:53: Darüber hinaus basiert unser Know-how auf einem einzigen Prinzip Wir nutzen unsere Ziele als interne Instrumente.

00:06:59: Der Beitritt zu Europäischen Union bedeutet, sich durch Reformen auch im Innern zu wandeln.

00:07:04: Ein glaubwürdiger NATOverbündeter zu sein bedeutet in unserer Sicherheitskapazitäten zu investieren.

00:07:10: Ein guter Nachbar zu sein bedeutet, Demokratie und wirtschaftliche Zusammenarbeit in einer Region zu fördern die von ungelösten Konflikten und fragilen Demokratien geprägt ist.

00:07:20: Wie verstärkt nun unsere Vision unserer internationale Präsenz?

00:07:24: Als Land mit weniger als eine Million Einwohnern gebietet die Logik eigentlich Bescheidenheit doch unsere Geschichte und unsere Ziele versprechen alles andere als das.

00:07:34: Als nächstes Land im EU-Erweiterungsprozess können wir nach mehr als einem Jahrzehnt den geopolitischen Neuanfang der Europäischen Union in einer turbulenten Weltlage begleiten, während ihre Position an ihrer Ostgrenze ständig infrage gestellt wird.

00:07:47: Gleichzeitig ist die Aufnahme Montenegros in die Europäische Union nicht kostenintensiv sondern eine kostengünstige hochwertige Investition in die Stabilität und Zukunft Europas, die den anderen Beitrittskandidaten signalisieren könnte dass die Erweiterung lebendig ist.

00:08:03: Montenegro kann zeigen, dass der europäische Weg zum Erfolg führt und damit den gesamten Westbalkan näher an den Ort bringen, an den er gehört – in die Europäische Union.

00:08:15: Internationale Präsenz wird nicht ein Meiln oder Kilometern gemessen sondern in Auswirkungen.

00:08:21: Durch konstruktives Engagement und Prinzipien treue Partnerschaften werden Montenego weiterhin auf der politischen Bühne stehen Genau wie der amerikanische Politikwissenschaftler Robert Key-Hohan bereits, in seinem bedeutenden Essay Lelypotheans Dilemmas – Small States in international politics treffend bemerkt hat.

00:08:42: Wenn die Lelypothana Gulliver fesseln oder ihn dazu bringen können für sie zu kämpfen müssen Sie ebenso sorgfältig studiert werden wie der Riese.

00:08:51: Es sind diese Bande der Zusammenarbeit, die unser Potenzial zur Geltung bringen und mit klarer Ausrichtungen wollen wir dafür sorgen dass wir und unser Handeln von Bedeutung sind.